Dienstag, 14. April 2009

Sei zuversichtlich (Gedicht)

Sei zuversichtlich

Wie oft sieht alles so dunkel aus
So undurchsichtig, unendlich,
so sinnlos und unveränderlich
Dann scheint es, als ob da kein Ausweg mehr wär´
Deine Seele, dein Herz – so unglaublich leer

Doch denke daran, was auch immer geschieht,
es ist nie so, dass es keinen Ausweg mehr gibt
Egal was du tust, egal was du denkst
Es ist wahr, dass du dich nur selber einengst
Wenn du hinter dem langen, dunklen Tal
Keine Ausfahrt mehr siehst, sei sie noch so schmal
Denn nur, wer fest an sich selber glaubt
Wird am Ende mit dem glücklichen Leben vertraut
Und war die Vergangenheit auch schrecklich und lang,
egal – nur auf die Zukunft kommt es jetzt an

Ich bin eine Frau... (Gedicht)

Ich bin eine Frau

Ich bin eine Frau, die das Leben liebt
Ich bin eine Frau, die viel Wärme gibt
Ich bin eine Frau, die ehrgeizig ist
Ich bin eine Frau, die den Schmerz in sich küsst
Ich bin eine Frau, die mit dem Feuer spielt
Ich bin eine Frau, die zu vieles aushielt
Ich bin eine Frau, die den Regen liebt
Ich bin eine Frau, der man so manches vergibt

Ich bin die Frau, die selten vertraut
Ich bin die Frau, die sich manches erlaubt
Ich bin die Frau, die viele Ziele hat
Ich bin die Frau, die kämpft, Tag für Tag
Ich bin die Frau, die ihre Fehler kennt
Ich bin die Frau, die vor Sehnsucht verbrennt
Ich bin die Frau, die die Bühne liebt
Ich bin die Frau, die niemals aufgibt

Ich bin eine Frau, die den Hass in sich spürt
Ich bin eine Frau, die man nicht berührt
Ich bin eine Frau, die die Kraft hat, zu lieben
Ich bin eine Frau, die Schmerz und Trauer vertrieben
Ich bin eine Frau, die durch das Leben streift
Ich bin eine Frau, die nie wirklich begreift,
Was, wann, wieso und ob überhauptIch bin eine Frau, die doch an sich glaubt

Die Maske (Gedicht)

Die Maske

Gerade noch so hell, so laut, so fröhlich
Die Maske verrutscht
Nur Tränen, Trauer, tiefe Verzweiflung
Schnell wieder aufsetzen
An alle Grenzen gehen
Über alle Grenzen hinweg
Flüchten – doch wohin?
Ins Laute und Grelle
Tanzen, so intensiv
Nähe, so eng, vielleicht viel zu eng
Aber egal, sie macht weiter
Provoziert, behält ihre Maske
Geht weiter ohne Gefühl und verlässt den Ort des Tanzens
Betritt den Raum der Nähe
Den Raum der Nähe
Die Enge
Innerlich gelähmt, will sie es wissen
Die Maske führt sie, doch es fällt nicht auf
Niemand denkt in diesem Moment noch
Er kann es nicht, sie will es nicht
Erträgt es, hält alles aus, spielt mit
Liefert sich aus
So kühl ihr Gesicht - so kalt ihre Seele
Etwas ist zerbrochen
Scherben, noch mehr Scherben
Wen interessieren sie?
Sie wird weinen – hinter der Maske
Wird zusammenbrechen, sich nicht halten können
Doch sie wird sich fangen
Und es wieder tun, immer wieder
Bis...

Tropfen (Gedicht)

Tropfen

Wie Tränen fallen sie auf mich herab
Der Himmel weint für mich
Niemand ist da
Sie verstecken sich vor mir
Vor meiner unberechenbaren Seele,
vor meinem Stolz,
meiner inneren Wut
Meine Sehnsucht spüren sie nicht
Gefahr
Lautlos schleicht sie sich an
Ich kann sie hören,
Aber bewege mich nicht
Warte ich auf sie?
Eine kleine rastlose Seele
Meine Seele!
So unendlich leicht zu verletzen
Durstig nach Wärme
Hungrig nach Liebe
Doch sie fastet, macht Diät,
Möchte gefüttert werden
Sie hat Angst,
Aber will sich beweisen
Doch wem?Und warum nur?

Leben (Gedicht)

Leben

Manche denken, alles ist zu schnell vorbei
Anderen kommt das Leben ewig vor
Zu lang, zu langweilig
Und ganz wenige, besondere Menschen lieben das Leben wirklich
Sie nehmen es als etwas Kostbares
Mit Höhen und Tiefen
Und sie wissen, egal, was kommt
Es hat seinen Sinn
Manche fragen, was das Leben ausmacht
Keine Ahnung
Vielleicht ist es der Weg zu einem inneren Frieden
Vielleicht sind es die Menschen, die man auf diesem Weg trifft
Die man zu schätzen lernt
Von denen jede Begegnung mit ihnen eine Spur hinterlässt,
die nie völlig verweht
Für jeden Menschen ist es etwas Anderes
Für manche auch Karriere, Ruhm, Glamour
Aber was auch immer man als lebenswert empfindet
Man muss es schützen als etwas unglaublich Wertvolles
Dessen Wert man eventuell erst ganz versteht,
wenn man es nicht mehr hat
Und vielleicht gibt es viel zu viele Menschen,die vergessen haben, was Leben eigentlich bedeutet